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Wir wollen die industrielle, technogene Überformung
unserer Landschaft verhindern. Wir sehen in den monströsen Ausmaßen
der heutigen WKAs eine erhebliche Verunstaltung unseres
Landschaftsbildes.
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Das dichtbesiedelte Deutschland ist Weltmeister
in Sachen Windenergie und gewinnt dennoch erst 2% seiner
Stromerzeugung aus Windkraft (10.000 Anlagen).
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Bei der Erstellung des Flächennutzungsplans lag die Prämisse zugrunde, dass WKAs
eine Höhe von 30-50 Meter haben. Politik und Verwaltung waren, wie
sehr viele von uns, von den positiven Assoziationen, die der Windkraft
anhaften, überzeugt. Die
Entwicklung der WKA (Anzahl, Größe) schafft aber völlig neue
Voraussetzungen. Die gravierenden negativen Auswirkungen die sich aus
dieser Entwicklung für die Betroffenen ergeben, wurden nicht
gebührend berücksichtigt.
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Es bewegt sich ein gewaltiges wirtschaftliches
Potential in Richtung Windkraft, (in knapp einem halben Jahr waren für
die Anlagen in Kimratshofen 6 Mio. Mark zusammen). Wie wird unsere
Landschaft aussehen, wenn das so zügellos weitergeht?
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Die Betroffenen (Anwohner, Landschaft, Natur,
Denkmalschutz) haben keine Lobby. Sie müssen das ertragen, was sich
die breite Masse aus weiter Entfernung wünscht.
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Die Bevölkerung von Kimratshofen wurde im
Vorfeld äußerst mangelhaft informiert und nicht in die
Entscheidungsprozesse mit einbezogen. Repressionen gegen eine freie
Meinungsäußerung fanden massiv statt.
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Selbst der Bundesverband Windenergie e.V. betont,
dass WKA auf jeden Fall im Einvernehmen mit der örtlichen Bevölkerung
errichtet werden sollen. Zitat: „Dazu ist im Vorfeld eine ausführliche
Information und Beteiligung der Bürger erforderlich. Positive und negative Argumente der Projektplanung sollen in diesem
Zusammenhang zur Sprache kommen.“ (Auszug aus einer Stellungnahme
des Bundesverbands WindEnergie vom 29.8.01)
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Windkraft stellt kein 2. Standbein für Landwirte
im Allgäu dar, da nur einige wenige profitieren, die Grundstücke zur
Verfügung stellen. Der Ruf der gesamten Landwirtschaft wird aber
massiv geschädigt.
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Der Landwirtschaft wäre viel mehr geholfen, wenn
die Biomasse in unserer Region besser gefördert würde. (Beispiel: Futtertrocknung
Altusried). 85% des für
Biomasse nutzbaren Holzes verrottet derzeit ungenutzt in den Wäldern.
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Steuervorteil erlangen nur wenige
einkommensstarke Investoren, die von Abschreibungsmodellen profitieren
können, nicht aber die breite Masse der Landwirte.
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Im Allgäu bringt Windkraft große Probleme mit
geringem Ertrag. 47,3% der Energie, die wir im Allgäu erzeugen, ist
bereits regenerative Energie (Bundesdurchschnitt 6-7%). Wir können’s
auf anderen Gebieten, ohne unsere Landschaft zu ruinieren – das
haben wir bewiesen.
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